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SAP Business One für Anlagen- und Maschinenbau

ERP für den Anlagen- und Maschinenbau: jeder Auftrag ein Unikat, die Nachkalkulation trotzdem belastbar

Losgröße 1, Sondermaschinen, Konstruktionsänderungen mitten in der Fertigung: Der Anlagen- und Maschinenbau bricht die Annahmen, auf denen ein Standard-ERP-System und die Excel-Nachkalkulation aufbauen. SAP Business One bildet diese Realität mit beas Manufacturing und MARIProject ab – von der Angebotskalkulation über die Fertigung bis zum Plan-Ist-Vergleich je Auftrag und Projekt.

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SAP Business One

Kurz erklärt: SAP Business One im Anlagen- und Maschinenbau

SAP Business One für den Anlagen- und Maschinenbau ist kein eigenes Produkt, sondern eine Zusammenstellung aus dem ERP-Kern SAP Business One und zwei zertifizierten Erweiterungen: beas Manufacturing für Fertigungstiefe – mehrstufige Stücklisten mit Revisionsverwaltung, Feinplanung der Ressourcen, Betriebsdatenerfassung und Kostenrechnung bis auf Chargenebene – und MARIProject für die kaufmännische Projektsteuerung: Projektstrukturplan, Budgetkontrolle im Projekteinkauf, Work in Progress und die im Anlagenbau üblichen Abrechnungsformen bis hin zum Gewährleistungseinbehalt.

Der Zuschnitt richtet sich nach dem Geschäftsmodell. Ein Serienfertiger mit kurzen Durchlaufzeiten braucht Fertigungstiefe, aber selten ein Projektcontrolling über Monate. Ein Sondermaschinenbauer mit Engineer-to-Order-Aufträgen braucht beides. Welche Module tatsächlich tragen, klären wir vor dem Angebot – nicht danach.

ERP-Kern
SAP Business One
Datenbank
SAP HANA oder Microsoft SQL Server
Fertigung
beas Manufacturing (Boyum IT Solutions)
Projektsteuerung
MARIProject (MARINGO Computers)
Dokumente
B1ECM (Eigenentwicklung der init consulting AG)
Betrieb
Cloud oder On-Premise
Typische Fertigungsart
Einzel-, Kleinserien- und Auftragsfertigung, Engineer to Order
Einführung durch
init consulting AG, SAP Business One Gold Partner
Im Überblick

Wie sich das im Fertigungsalltag anfühlt

Der Film zeigt SAP Business One in der Fertigungsindustrie allgemein, nicht ausschließlich im Anlagen- und Maschinenbau. Für den ersten Eindruck reicht das: Es geht um denselben Kern – Aufträge, Material und Kosten in einem System statt in Tabellen daneben.

Was speziell für Einzel- und Auftragsfertigung gilt, steht ausführlich auf dieser Seite:

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Die Ausgangslage

Warum Einzelfertigung den ERP-Standard im Maschinenbau sprengt

Im Anlagen- und Maschinenbau gleicht kaum ein Auftrag dem anderen. Kundenspezifische Konfigurationen, mehrstufige Baugruppen und Konstruktionsänderungen während der laufenden Fertigung sind Tagesgeschäft. Genau diese vier Punkte fallen in Erstgesprächen am häufigsten.

Die Rentabilität zeigt sich zu spät

Ob ein Auftrag am Ende Geld verdient hat, steht oft erst Wochen nach der Auslieferung fest – wenn im Projekt nichts mehr zu korrigieren ist und der nächste Auftrag bereits mit denselben Annahmen kalkuliert wurde.

Termine entstehen aus dem Bauchgefühl

Ohne Abgleich von Ressourcenkapazität und Materialverfügbarkeit wird der Liefertermin geschätzt. Die Folge sind Zusagen, die im Zweifel die Fertigung ausbaden muss – und Nacharbeit in der Disposition bei jeder Änderung.

Änderungen brechen die Stückliste

Baugruppen, Unterbaugruppen und kundenspezifische Anpassungen mitten in der Fertigung erzeugen ohne Revisionsverwaltung Parallelstände: Welche Fassung galt für die bereits gefertigte Baugruppe, welche für die nächste?

Die Dokumentation liegt neben dem System

Zeichnungen, Stücklisten, Prüfprotokolle und mehrsprachige Anleitungen liegen auf Laufwerken statt am Beleg. Wer sie im Servicefall Jahre später sucht, sucht lange – und findet nicht immer den Stand, der ausgeliefert wurde.

Die Lösung

Das ERP-System für Maschinenbauer: projektfähig und fertigungstief

Drei Bausteine, eine Datenbasis, eine Oberfläche. Beide Erweiterungen sind von SAP für die Integration in SAP Business One zertifiziert und werden von der init consulting AG eingeführt und betreut.

SAP Business One

Der kaufmännische Kern

  • Finanzwesen mit Anlagenbuchhaltung und Bankenabwicklung
  • Einkauf, Verkauf und Geschäftspartner in einem Beleg­fluss
  • Lagerverwaltung und Bestandsführung
  • Produktion und Materialbedarfsplanung (MRP)
  • Service und Kundendienst
  • Web Client für den Zugriff ohne Installation

beas Manufacturing

Fertigungstiefe für diskrete Fertiger

  • Revisionsverwaltung mehrstufiger Stücklisten, mehrere aktive Stände je Artikel
  • Advanced Planning and Scheduling: Feinplanung nach Ressourcenkapazität und Materialverfügbarkeit
  • Produktionsplanung und -steuerung (PPS) mit MRP I und MRP II auf Basis von Produktionsplänen und Echtzeitbeständen
  • Betriebsdatenerfassung über Terminals am PC oder mobil
  • Kostenkontrolle: Ist- gegen Standardkosten für Material, Personal, Maschine und Gemeinkosten
  • Qualitätsprüfungen in allen Fertigungs- und Lagerphasen

MARIProject

Kaufmännische Projektsteuerung

  • Projektstrukturplan mit Phasen, Sub-Phasen, Meilensteinen und Abhängigkeiten
  • Angebotskalkulation mit Zuschlagskalkulation und direkter Margenanzeige
  • Projekteinkauf mit Budgetkontrolle, Freigabeprozessen und Lieferantenvergleich je Artikel
  • Ressourcenplanung im Gantt-Chart, inklusive Abwesenheiten
  • Interne Leistungsverrechnung und Work-in-Progress-Bewertung
  • Service Desk für Störfälle, Instandhaltung und Wartung nach der Abnahme

Dazu kommt bei Bedarf B1ECM, die Eigenentwicklung der init consulting AG: Zeichnungen, Prüfprotokolle und Zertifikate werden aus SAP Business One heraus abgelegt, verschlagwortet und über Barcode wiedergefunden – am Beleg statt auf dem Laufwerk.

Funktionsumfang

Was die Lösung im Maschinenbau konkret leistet

Jede Angabe stammt aus der Dokumentation des jeweiligen Herstellers. Was welches Modul abdeckt, steht bei der Funktion dabei – damit im Erstgespräch nicht erst geklärt werden muss, was zum Lizenzumfang gehört und was nicht.

Mehrstufige Stücklisten mit Revisionen

Für einen Artikel lassen sich mehrere aktive Stücklisten parallel führen und die Auswirkungen jeder Revision nachverfolgen. Genau das brauchen Sie, wenn die Konstruktion ändert, während die erste Baugruppe schon gefertigt ist.

beas Manufacturing

Feinplanung statt Schätzung

Die Kapazitätsplanung über Advanced Planning and Scheduling plant die Auslastung nach Ressourcenkapazität und Materialverfügbarkeit. Produktionstermine werden mitgezogen, geplante Ausfallzeiten stehen im Ressourcenwartungskalender.

beas Manufacturing

Nachkalkulation bis auf Chargenebene

Ist- und Standardkosten werden erfasst, zugeordnet und verglichen – Material, Personal, Maschine und Gemeinkosten, einschließlich der Wirkung von Ausschuss sowie Neben- und Koppelprodukten.

beas Manufacturing

Projektstrukturplan mit Meilensteinen

Phasen mit beliebig vielen Sub-Phasen, Meilensteinen und Abhängigkeiten. Verschieben sich Termine, lassen sich Phasen automatisiert nachziehen; Terminkonflikte werden angezeigt.

MARIProject

Tagesaktuelle Projektauswertungen

Weil Projekt- und Buchhaltungsdaten in einem System liegen, stehen Kennzahlen und Dashboards auf Knopfdruck bereit – etwa der Fertigstellungsgrad oder das Restvolumen eines laufenden Auftrags.

MARIProject

Projekteinkauf mit Budgetkontrolle

Angebotspreise werden auf Artikelebene verglichen, die Einkaufskosten dem Projekt automatisch zugerechnet und der Einkaufsstatus je Artikel über den Projektverlauf sichtbar gemacht. Freigabeprozesse lassen sich vorschalten.

MARIProject

Qualitätsprüfungen im Ablauf

Prüfungen lassen sich in allen Phasen der Fertigung und bei Lagerbewegungen planen und durchführen, statt sie als getrennten Schritt neben dem System zu führen.

beas Manufacturing

Ortsunabhängig arbeiten

Web Client und App geben Zugriff auf Kunden- und Projektdaten aus dem Büro, der Montagehalle oder von der Baustelle. Projektstunden lassen sich mobil erfassen, geschützt über Zwei-Faktor-Authentifizierung.

MARIProject

Dokumente am Beleg

Zeichnungen, Prüfprotokolle und Zertifikate werden aus SAP Business One heraus in ELO abgelegt, verschlagwortet und über Barcode wiedergefunden – mehrmandantenfähig und mit Anbindung an Crystal Reports.

B1ECM, Eigenentwicklung der init consulting AG
Abrechnung

Abrechnungsformen, die im Anlagenbau tatsächlich vorkommen

Ein Auftrag über achtzehn Monate wird nicht am Ende in einer Rechnung abgebildet. MARIProject schlägt alle zu einem Stichtag abrechenbaren Positionen automatisch zur Abrechnung vor. Diese Formen sind vom Hersteller dokumentiert.

Abrechnungsformen in MARIProject und typische Anwendung im Projektgeschäft
AbrechnungsformTypische Anwendung
Nach AufwandEngineering-Leistungen und Inbetriebnahme, bei denen der Umfang zu Beginn nicht feststeht
FestpreisKlar abgegrenzter Liefer- und Leistungsumfang mit definierter Spezifikation
Nach MeilensteinKonstruktionsfreigabe, Werksabnahme, Versand, Inbetriebnahme beim Kunden
Zum StichtagPeriodische Abrechnung laufender Leistungen unabhängig vom Projektfortschritt
Vorschuss und AnzahlungVorfinanzierung von Material und Zukaufteilen bei langen Beschaffungszeiten
ZahlungsanforderungAbrufe nach vertraglich vereinbartem Zahlungsplan
Pro rataAnteilige Verteilung über die Projektlaufzeit
GewährleistungseinbehaltEinbehalt bis zum Ablauf der vereinbarten Gewährleistungsfrist

Für in Bau befindliche Anlagen berechnet MARIProject zusätzlich den Work in Progress. Die Überführung in die handelsrechtliche Sicht gehört in die Projektarbeit und wird mit Ihrem Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer abgestimmt – siehe dazu den Abschnitt Abgrenzung.

Ablauf

Vom Angebot bis zur Nachkalkulation im Auftragsdurchlauf

So sieht der Durchlauf eines Auftrags aus, wenn Fertigung und Projektsteuerung auf einer Datenbasis liegen. Jeder Schritt erzeugt die Daten, die der nächste braucht – niemand überträgt etwas von Hand.

Angebot und Kalkulation

Artikel und Leistungen kommen mit Beschreibung und aktuellem Preis aus den Stammdaten. Die Zuschlagskalkulation zeigt die Marge, bevor das Angebot herausgeht. Vorhandene Stücklisten lassen sich importieren.

Projektstruktur und Beschaffung

Aus dem gewonnenen Auftrag entsteht der Projektstrukturplan mit Phasen und Meilensteinen. Der Projekteinkauf vergleicht Lieferantenangebote je Artikel und rechnet die Kosten direkt dem Projekt zu.

Terminierung gegen reale Kapazität

Die Feinplanung gleicht Ressourcenkapazität und Materialverfügbarkeit ab. Engpässe werden sichtbar, bevor sie zum Lieferverzug werden – nicht in der Woche der Auslieferung.

Fertigung, Montage und Rückmeldung

Zeiten und Mengen werden am Terminal oder mobil zurückgemeldet. Konstruktionsänderungen laufen über die Revisionsverwaltung, sodass nachvollziehbar bleibt, welcher Stand in welche Baugruppe eingeflossen ist.

Abrechnung und Plan-Ist-Vergleich

Abrechenbare Positionen werden automatisch vorgeschlagen. Parallel steht der Vergleich von Plan- und Ist-Kosten bereit – auf Auftragsebene aus der Fertigung, auf Projektebene aus dem Controlling.

Einsatzszenarien

Vier Ausgangssituationen, vier Zuschnitte

Die Anforderungen unterscheiden sich stark nach Fertigungsart. Diese vier Situationen begegnen uns im Anlagen- und Maschinenbau am häufigsten.

Sondermaschinenbau in Einzelfertigung

Jede Anlage läuft als eigenes Projekt mit individueller Stückliste, Budget und Meilensteinen – von der Konstruktion bis zur Abnahme beim Kunden. Hier tragen beide Erweiterungen: Fertigungstiefe und Projektcontrolling.

Variantenfertigung in Serie

Standardmaschinen mit kundenspezifischen Optionen. Für die Variantenbildung ohne eigene Stückliste je Kombination gibt es den Produktkonfigurator als Zusatzmodul von beas – siehe Abgrenzung.

Ablösung der Excel-Nachkalkulation

Die Projektkalkulation liegt in gewachsenen Tabellen, die niemand mehr vollständig kennt. Der Umstieg läuft schrittweise: erst die Kostenarten sauber, dann der Plan-Ist-Vergleich im System.

Internationale Großprojekte

Mehrsprachige Belege und Dokumentationen, mehrere Währungen und Gesellschaften. SAP Business One bringt die Mehrwährungsfähigkeit mit; die Dokumentation läuft über B1ECM am Beleg.

Ehrlich gerechnet

Was die Lösung abdeckt – und wofür Ergänzungen nötig sind

Diese Abgrenzung steht hier, weil sie sonst im Erstgespräch kommt. Wer sie vorher kennt, kann das Budget richtig planen.

Im beschriebenen Umfang enthalten

  • Mehrstufige Stücklisten mit Revisionsverwaltung und parallelen aktiven Ständen
  • Feinplanung gegen Ressourcenkapazität und Materialverfügbarkeit, MRP I und MRP II
  • Betriebsdatenerfassung am Terminal und auf mobilen Geräten
  • Plan-Ist-Vergleich auf Auftragsebene, Kostenerfassung bis auf Chargenebene
  • Projektstrukturplan, Budgetkontrolle im Projekteinkauf, Ressourcenplanung im Gantt
  • Alle im Anlagenbau üblichen Abrechnungsformen einschließlich Gewährleistungseinbehalt
  • Work-in-Progress-Berechnung und interne Leistungsverrechnung
  • Service Desk für Instandhaltung und Wartung nach der Abnahme

Dafür kommt Zusätzliches dazu

  • Variantenkonfiguration. Der Produktkonfigurator ist ein Zusatzmodul von beas Manufacturing, nicht Teil des Basisumfangs.
  • CAD-Anbindung und PLM. Konstruktionssysteme werden über eine Schnittstelle angebunden. Umfang und Aufwand gehören ins Projekt, nicht in eine Lizenzliste.
  • Scannergestützte Lagerlogistik. Für Kommissionierung und Materialbereitstellung per Scanner kommt eine Logistiklösung ergänzend dazu.
  • WIP nach HGB. Die Berechnung ist dokumentiert; die Überführung in die handelsrechtliche Bewertung wird im Projekt mit Ihrem Wirtschaftsprüfer abgestimmt.
  • Serienabrufe und EDI nach VDA. Wenn Sie zusätzlich als Automobilzulieferer liefern, gehört das zu AUTOMOTIVE ONE, nicht in diese Zusammenstellung.
  • Maschinen- und Anlagenanbindung. Datenerfassung aus externen Quellen ist vorgesehen; die konkrete Anbindung je Maschine ist Projektarbeit.
Glossar

Glossar: Begriffe aus Projektfertigung und Projektcontrolling im Maschinenbau

Kurzdefinitionen der Begriffe, die auf dieser Seite und im Erstgespräch immer wieder vorkommen.

Engineer to Order (ETO)
Fertigungsart, bei der die Konstruktion erst nach Auftragseingang und auf Basis der Kundenspezifikation entsteht. Typisch für Sondermaschinen- und Anlagenbau. Kalkulation und Termin stehen zum Auftragszeitpunkt naturgemäß unter Vorbehalt.
Mehrstufige Stückliste
Stückliste, deren Positionen selbst wieder aus Stücklisten bestehen – Baugruppen und Unterbaugruppen über mehrere Ebenen. Je tiefer die Struktur, desto stärker wirken sich Änderungen auf nachgelagerte Ebenen aus.
Revisionsverwaltung
Verwaltung mehrerer Stände eines Artikels oder einer Stückliste. Sie hält fest, welcher Stand wann gültig war, sodass nach einer Konstruktionsänderung nachvollziehbar bleibt, was in eine bereits gefertigte Baugruppe eingeflossen ist.
Advanced Planning and Scheduling (APS)
Feinplanung der Fertigung unter gleichzeitiger Berücksichtigung von Ressourcenkapazität und Materialverfügbarkeit. Im Unterschied zur reinen Bedarfsrechnung entsteht hier ein Plan, der die tatsächlich verfügbaren Kapazitäten abbildet.
Nachkalkulation
Vergleich der geplanten mit den tatsächlich angefallenen Kosten eines Auftrags oder Projekts. Im Projektgeschäft ist sie die einzige verlässliche Grundlage dafür, den nächsten vergleichbaren Auftrag realistisch zu kalkulieren.
Work in Progress (WIP)
Wert der noch nicht abgeschlossenen Leistung – im Anlagenbau der Wert der in Bau befindlichen Anlage. Relevant für die periodengerechte Zuordnung von Aufwand und Ertrag bei Projekten, die über mehrere Abschlussstichtage laufen.
Fertigstellungsgrad
Kennzahl, die angibt, welcher Anteil eines Projekts erbracht ist. Sie dient als Grundlage für die anteilige Zuordnung von Umsatz und Kosten sowie für die Steuerung laufender Projekte.
Interne Leistungsverrechnung (ILV)
Verrechnung von Leistungen zwischen Abteilungen oder Kostenstellen desselben Unternehmens. Sie macht sichtbar, welche internen Aufwände ein Projekt tatsächlich verursacht hat, und nicht nur die extern bezogenen.
Ansprechpartner

Wer Ihr Projekt begleitet

Sie erreichen die Kollegen direkt – unter der Durchwahl des Standorts oder per Mail, ohne vorherige Anfrage über ein Formular.

Holger Mühl, init consulting AG
Holger Mühl Vertrieb Mittelstand Norddeutschland · Standort Hannover +49 8456 27 80 4-68 Mobil +49 152 343 396 92 holger.muehl@init-consulting.de
Häufige Fragen

Was Entscheider im Maschinenbau vor dem Erstgespräch wissen wollen

Welches ERP-System eignet sich für den Anlagen- und Maschinenbau?

Entscheidend sind fünf Fähigkeiten: mehrstufige Stücklisten, die sich während der Fertigung ändern dürfen, eine Produktionsplanung und -steuerung (PPS) mit echter Kapazitätsplanung, eine Projektstruktur mit Meilensteinen und Budget, Teilabrechnung über lange Laufzeiten und eine Nachkalkulation, die Plan und Ist je Auftrag gegenüberstellt. SAP Business One deckt den kaufmännischen Kern ab; die genannten Fähigkeiten kommen mit beas Manufacturing und MARIProject dazu. Welche Kombination für Sie trägt, hängt davon ab, ob Sie überwiegend in Losgröße 1 oder in Serie mit Varianten fertigen.

Reicht SAP Business One im Standard für den Anlagen- und Maschinenbau?

Für Finanzwesen, Einkauf, Verkauf, Lager und die Materialbedarfsplanung ja. Was der Standard nicht mitbringt, ist die Fertigungstiefe: Revisionsverwaltung mehrstufiger Stücklisten, Feinplanung gegen Kapazität und Material sowie die Kostenerfassung bis auf Chargenebene. Dafür kommt beas Manufacturing dazu. Ob Sie es brauchen, hängt davon ab, wie tief Ihre Strukturen sind und wie oft sich während der Fertigung etwas ändert.

Was ist der Unterschied zwischen beas Manufacturing und MARIProject?

beas Manufacturing arbeitet in der Fertigung: Stücklisten, Arbeitspläne, Feinplanung, Rückmeldung aus der Produktion, Nachkalkulation auf Auftragsebene. MARIProject arbeitet eine Ebene darüber, kaufmännisch: Projektstruktur mit Phasen und Meilensteinen, Budgetkontrolle im Einkauf, Work in Progress, Abrechnung und Projektcontrolling. Die beiden konkurrieren nicht, sie decken unterschiedliche Fragen ab.

Brauchen wir beide Erweiterungen oder reicht eine?

Das hängt vom Geschäftsmodell ab. Serienfertiger mit kurzen Durchlaufzeiten kommen häufig mit beas Manufacturing aus. Anlagenbauer mit Aufträgen, die über Monate laufen und eigene Budgets und Abrechnungspläne haben, profitieren zusätzlich von MARIProject. Wir ermitteln den Bedarf im Erstgespräch – und sagen es auch, wenn eine Erweiterung in Ihrem Fall nichts beiträgt.

Wie werden Konstruktionsänderungen während der laufenden Fertigung abgebildet?

Über die Revisionsverwaltung in beas Manufacturing. Für einen Artikel lassen sich mehrere aktive Stücklisten parallel führen, und die Auswirkung jeder Revision ist nachverfolgbar. Damit bleibt dokumentiert, welcher Stand in eine bereits gefertigte Baugruppe eingeflossen ist und welcher für die nächste gilt.

Wie lange dauert eine Einführung?

Dafür gibt es keine belastbare Pauschale, und wir nennen bewusst keine. Die Laufzeit hängt vom Umfang der Module, der Qualität Ihrer Stammdaten, der Zahl der Schnittstellen und davon ab, wie viel Zeit Ihr Team für Abstimmung und Tests einbringen kann. Im Erstgespräch schätzen wir das an Ihrem konkreten Fall; über den Projektkosten-Kalkulator erhalten Sie zusätzlich eine erste Einordnung.

Was kostet SAP Business One für den Anlagen- und Maschinenbau?

Der Preis setzt sich aus Lizenzen für SAP Business One, den gewählten Erweiterungen, der Einführung und dem laufenden Betrieb zusammen. Weil die Modulauswahl den größten Hebel hat, nennen wir hier keine Paketpreise. Eine Übersicht der Kostenbestandteile finden Sie unter Preise und Kosten; ein unverbindliches Angebot erstellen wir nach dem Erstgespräch.

Wie werden Zeichnungen, Prüfprotokolle und Zertifikate verwaltet?

Über B1ECM, die Eigenentwicklung der init consulting AG, die SAP Business One mit ELO Digital Office verbindet. Dokumente werden aus dem ERP heraus abgelegt, verschlagwortet und über Barcode wiedergefunden. Sie hängen damit am Beleg statt auf einem Laufwerk – auch dann noch, wenn Jahre später ein Servicefall kommt.

Lässt sich unser CAD-System an SAP Business One anbinden?

Ja, über eine Schnittstelle – aber nicht als Zubuchung aus einer Preisliste. Welche Daten in welche Richtung laufen sollen, unterscheidet sich von Haus zu Haus: nur die Stückliste aus der Konstruktion ins ERP, oder zusätzlich Artikelstämme, Zeichnungsstände und Änderungsindizes zurück. Wir klären Umfang und Aufwand im Projekt-Check, bevor sie im Angebot stehen. Die Zeichnungen selbst liegen anschließend über B1ECM am Beleg statt auf einem Laufwerk.

Cloud oder On-Premise – was passt für uns?

Beides ist möglich, SAP Business One läuft auf SAP HANA oder Microsoft SQL Server. Für die Entscheidung zählen in der Praxis weniger technische als organisatorische Punkte: vorhandene IT-Ressourcen, Anforderungen an Datenhaltung und Verfügbarkeit, geplante Standorte. Eine Gegenüberstellung finden Sie unter Cloud ERP.

Können wir unser bestehendes ERP ablösen und Daten übernehmen?

Stammdaten wie Artikel, Stücklisten, Geschäftspartner und offene Posten werden regelmäßig übernommen. Wie aufwendig das wird, entscheidet sich an der Datenqualität im Altsystem, nicht am Migrationswerkzeug. Deshalb sehen wir uns vor dem Angebot an, was tatsächlich vorliegt – gewachsene Excel-Strukturen neben dem ERP eingeschlossen.

Wer betreut uns nach dem Go-live?

Dieselben Consultants, die das Projekt umgesetzt haben, ergänzt um den Support. Beratung, Implementierung, Schulung, Hosting und Wartung kommen aus einer Hand; Sie haben feste Ansprechpartner an Ihrem Standort statt einer wechselnden Hotline.

Nächster Schritt

Sprechen wir über einen konkreten Auftrag, nicht über Software

Bringen Sie einen typischen Auftrag mit: die Stückliste, die Kalkulation, die Abrechnungsvereinbarung und die letzte Nachkalkulation. Nach etwa 45 Minuten wissen Sie, welche Ihrer Prozesse im Standard aufgehen, wo Erweiterungen nötig sind und wo Aufwand entsteht.

Direkter Kontakt

Zentrale
Ruppertswies 14
85092 Kösching
Standorte
Ingolstadt · München · Regensburg · Remscheid · Hannover · Rheine · Limburg a. d. Lahn · Innsbruck · Wien · Schweiz

Über diesen Beitrag

Alexander Lomp, Head of Sales der init consulting AG

Alexander Lomp
Head of Sales, init consulting AG

Fachbeiträge des Autors erscheinen im b1-blog.

Stand und Pflege

Inhaltlicher Stand:
Bezug: SAP Business One mit beas Manufacturing und MARIProject
Nächste Überprüfung: bei neuem Releasestand einer der eingesetzten Lösungen.

Quellen und Belege